Schulhunde: Nachgefragt bei Lydia Agsten

Lydia Agsten gehört zu den Pionier*innen der Arbeit mit Schulhunden. Sie hat 2005 mit dem Schulhundweb eine Online-Plattform zum Erfahrungsaustausch für die tiergestützte Pädagogik initiiert. Die Expertin plädiert für intensive Weiterbildung und Qualitätssicherung mit einer Selbstverpflichtung.

nds: Was kann ein Schulhund leisten?

Lydia Agsten: Ein Hund leistet nie allein etwas. Sein Einsatz hat nur positive Auswirkungen, wenn der oder die Besitzer*in gut mit ihm im Team arbeitet, er gut trainiert ist und vielfältige Voraussetzungen erfüllt sind. Dann kann ein Hund in einer Klasse für eine entspanntere Atmosphäre sorgen und einzelne Schüler*innen durch seine Anwesenheit individuell unterstützen.

Wann und wo ist der Einsatz sinnvoll?

Der Einsatz von Hunden ergibt nur Sinn, wenn die äußeren Rahmenbedingungen stimmen und alle Beteiligten gut vorbereitet sind. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Einsatz als Klassenhund optimal ist, da der Hund dann nicht ständig mit neuen räumlichen Gegebenheiten und neuen Schüler*innen konfrontiert wird.

Für die Schüler*innen mag das eine interessante Abwechslung sein. Für die Hunde auch?

Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist der begrenzte Einsatz von Hunden in der Schule auch für sie eine interessante Abwechslung. Durch die Weiterbildung des Teams werden die individuellen Stärken und Schwächen der Hunde herausgearbeitet, sodass sie entsprechend eingesetzt werden können und mit Spaß in der Schule agieren.


Die Fragen für die nds stellte Rüdiger Kahlke.

Fotos: R. Kahlke

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