Tarifbeschäftigte Lehrkräfte fordern bessere Bezahlung

Aktion „Neujahrsrede“ vor dem Landtag

„Versprochen? Gebrochen!“ unter diesem Motto versammelte sich am 20. Januar 2016 eine kleine Delegation tarifbeschäftigter Lehrkräften der GEW NRW vor dem Düsseldorfer Landtag. Sie erneuerten damit ihre Forderung nach einem stärkeren Engagement der Landesregierung für einen Eingruppierungstarifvertrag, der die Bezahlung der Tarifbeschäftigten in den Schulen deutlich verbessert.

Tarifbeschäftigte Lehrkräfte fordern bessere Bezahlung
Tarifbeschäftigte Lehrkräfte fordern bessere Bezahlung

In einer Neujahrsrede erinnerte die Delegation die schulpolitischen Sprecherinnen der Landtagsparteien an ihre Verantwortung gegenüber den rund 40.000 tarifbeschäftigten Lehrkräften des Landes: Sie fordern eine gerechte Bezahlung, denn noch immer verdienen sie bis zu 500,- Euro weniger als ihre beamteten KollegInnen. Alle schulpolitischen Sprecherinnen nahmen an der Aktion teil und tauschten sich mit den Tarifbeschäftigten über ihre Situation und die ungerechte Bezahlung aus.

Sebastian Krebs, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW und selbst tarifbeschäftigt, machte in seiner Rede vor dem Landtag deutlich: „Ein gerechter Tarifvertrag zur Bezahlung der Lehrkräfte kann die Situation verbessern. Leider hat sich die Landesregierung NRW auf Bundesebene nicht dafür eingesetzt, dass ein Tarifvertrag mit der GEW abgeschlossen wird. Nachtragend sind wir nicht: Wir setzen jetzt darauf, dass die Landesregierung ihr Versprechen einer gerechten Bezahlung einhält.“ Die Rede wurde den schulpolitischen Sprecherinnen schriftlich mit in die Sitzung des Schulausschusses gegeben, die im Anschluss an die Aktion stattfand. Zusätzlich überreichten die KollegInnen Postkarten aus der Aktion „Hannelore Kraft hat uns auf dem Schirm – Versprechen müssen gehalten werden!“ an die Sprecherinnen. 

In der Tarifrunde der Länder im März 2015 war es zwar zu einem Tarifabschluss für einen Tarifvertrag für Lehrkräfte gekommen. Dieser wurde allerdings nur zwischen dem Deutschen Beamtenbund und seinen Mitgliedsverbänden sowie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) abgeschlossen. Die GEW hatte den Tarifabschluss abgelehnt, da er zentrale Forderungen der GEW nicht erfüllte und anstelle von geforderten Verbesserungen sogar Verschlechterungen in der Bezahlung von einigen Beschäftigtengruppen bedeutet. Die GEW NRW wird auch im Jahr 2016 weiter an die Forderungen der tarifbeschäftigten Lehrkräfte erinnern: Bereits im Februar fand die nächste Aktion statt. Wir kämpfen weiter!

Joyce Abebrese
Referentin für Tarifpolitik der GEW NRW

Fotos: S. Lange

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